Motivinformationen

Titel: Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen

Standort 51° 28’ 41.088” N, 11° 58’ 15.406” O
1698 – 1701 erbaut, barocker Fachwerkbau mit Mansarddach
Historische Aufnahme von Fritz Möller , 20.06.1891
Glasnegativ 13 x 18 cm, gescannt
Stadtarchiv Halle
Signatur: Möll 467

eigene Aufnahme: 2019

Größe des Druckes: 56 x 40 cm

Rahmung:

  • Nielsen C2 Alu strukturiert schwarz-matt
  • Format 71 x 56 cm
  • Glas entspiegelt und mit UV-Schutz
  • Passepartoutmappe altweiß

Auflage: 5

Verfügbar
Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen
Franckeplatz 1

Der Theologe, Pädagoge und Begründer des Halleschen Pietismus August Hermann Francke (1663 – 1727) gründete 1695 zunächst eine Armenschule für die Kinder der Vorstadt Glaucha.
Mit dem Bau des Waisenhauses 1698 – 1701 legte er den Grundstein für die Bildungs- und Erziehungsanstalten (p Kat. Nr. 8). Die Fassadengestaltung dieses sozialen Zweckbaues lehnt
sich an die barocke Herrschaftsarchitektur an und verweist auf niederländische Einflüsse. Hier befanden sich neben den Schul- und Wohnräumen, eine Druckerei, eine Apotheke und die berühmte barocke Kunst- und Naturalienkammer, die heute als bedeutendstes bürgerliches Kabinett in Deutschland gilt. Das 1713 – 1716 an der Nordseite des Lindenhofes errichtete sogenannte „Lange Haus“ gilt mit seinen 125 Metern als längster Fachwerkbau Mitteldeutschlands.
Für den Bau der Hochstraße wurde die nördliche Waisenhausmauer abgerissen. Sie sollte die von dem Bauhausschüler Richard Paulick (1903 – 1979) geplante sozialistische Musterstadt Halle-Neustadt verkehrstechnisch anbinden. Die 1971 freigegebene Hochstraße verläuft wie ein trennendes Band zwischen Altstadt und Stadterweiterung jenseits des Franckeplatzes.
Heute befinden sich auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen eine Vielzahl kultureller, wissenschaftlicher, pädagogischer und sozialer Einrichtungen, unter anderem auch die Theologische Fakultät und das Institut für Erziehungswissenschaften der Philosophischen Fakultät III.