Motivinformationen

Titel:   Grudenberg 2 mit Bäckerei Louis Lüdicke,
Grudenberg 14 Samenspezialgeschäft
und Kolonialwaren Friedrich Biege

Historische Aufnahme von 1915-1920
Glasnegativ, Inventar-Nr.: FP 02658

Städtisches Museum Halberstadt

eigene Aufnahme: 2021

Größe des Druckes: 40×54 cm

Rahmung:

  • Nielsen C2 Alu strukturiert schwarz-matt
  • Format 71 x 56 cm
  • Glas entspiegelt! und mit UV-Schutz

Dieses Bild enthält Augmented Reality.

Wo Ferdinand Heine sr. lebte
Grudenberg in Richtung Altstadt

Westlich entlang der Domburg verläuft die Straße Grudenberg als Verbindung zwischen der Unterstadt und der Oberstadt mit Domplatz und Westendorf. Der Blick führt im Bild hinunter in die Unterund damit in die Altstadt. Die Gebäudestruktur ist nicht mehr vollständig erhalten.


Auffällig ist das Haus Grudenberg 11 mit der Fassadenbegrünung. Hier wurde am 9. März 1809 Jakob Gottlieb Ferdinand Heine in eine begüterte Familie hineingeboren. Der am Wohnhaus angrenzende Garten wird seine schon in der Kindheit entwickelte Leidenschaft fürs Zeichnen und für Naturstudien unterstützt haben. Ab 1830 begann er bereits im elterlichen Haus in- und ausländische Vogelbälge zu sammeln. Mit dem Umzug in das ehemalige Klostergut St. Burchardi konnte Ferdinand Heine seine Sammelleidenschaft enorm ausbauen und schuf bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine bemerkenswerte, auch aufgrund der enormen Formenvielfalt bedeutende Vogelsammlung, die mit mehr als 10.000 Exemplaren die größte Privatsammlung Mitteleuropas war. Sein Sohn Ferdinand Heine junior, mit dem er die ornithologische Leidenschaft teilte, erbte die Sammlung.


1905 trat der Ausschuss des Städtischen Museums an Heine junior mit der Bitte heran, die weltberühmte Vogelsammlung in das neugegründete Museum zu integrieren. Zwei Jahre später kam es zur Vertragsunterzeichnung, und 1909
konnte die Sammlung unter dem Namen „Museum Heineanum“ am Domplatz 36 eröffnet werden.